Die meisten Religionen sind hinlänglich bekannt:

  • Christentum
  • Islam
  • Buddhismus
  • Hinduismus

In der Welt der fesselseelen hat sich eine weitere Religion etabliert:

Gayaismus

Im Mittelpunkt dieses Glaubens steht die Urmutter Gaya, auf dessen Körper, der Erde, wir wandeln. Sie spendet Lebenskraft und jede Seele ist ein Kind. Sie brachte die Magie unter die Menschen, denn das ist ihre Urkraft. Die, die die Gabe der Magie spüren, sind auserwählt, über die schützend zu wachen, die sich der Magie nicht bewusst sind.

Im späten Mittelalter, im Rahmen der Hexenverfolgung wurde diese Religion beinahe vollständig ausgerottet, doch in der Moderne lebt sie wieder auf. Im Rahmen von Gemeinden fordert sie keine festen Häuser, sondern bevorzugt Gottesdienste unter freiem Himmel, auf Wiesen oder Feldern. Finanziell und organisatorisch unterstützt wird der Glaube maßgeblich durch die magischen Akademien, aber in ländlichen Gebieten auch durch die Gemeinden selbst. Kirchensteuer wird als Frevel betrachtet, der Glaube lädt jeden, ob arm oder reich, ein, den Anteil zu leisten, den der Stand zulässt. Gottesdienste, die trotz altmodischen Klangs immer noch „Anrufungen an die Mutter“ genannt werden, sind meist festlich und informell. Man dankt der Mutter für die Früchte der Feldarbeit, die Gesundheit und natürlich für die Magie. Nicht selten enden diese Anrufungen recht ausschweifend und unter Alkohol und natürlichen Drogen, selbst die meist recht streifen Akademiker vergessen in diesen Stunden ihre Formalitäten.

Und genau hier beginnt auch die gesellschaftliche Kritik und die anderer Glaubensrichtungen, Gayaismus sei eine heidnische, frivole Religion.
Dennoch ist man stets auf einen diplomatischen und friedlichen Umgang mit der Kritik bemüht. Gayaismus stellt eine pazifistische, naturverbundene Glaubenswelt dar, in die ein jeder eingeladen ist, und Andersgläubige werden bedauert, aber nicht angefeindet.

Dennoch muss sich diese Religion regelmäßig der Kritik stellen, gesellschaftliche Normen zu überschreiten.
Nicht selten wurden bei Anrufungen ungeplant Kinder gezeugt oder Drogen konsumiert, die nach geltenden lokalen Gesetzen illegal sind.
Aufgrund ihrer Anerkennung als offizielle Religion und in Anbetracht der historischen Verfolgung ist es gang und gäbe, dass die örtlichen Behörden alle Augen zudrücken und einiges ungestraft tolerieren.